Der Erfinder

Der Erfinder - William Painter

Ein großes Danke an den Erfinder des Kronkorkens! Der Erfinder lebte von 1838-1906. Er hat viele Erfindungen patentieren lassen, jedoch war der Kronkorken die erfolgreichste Erfindung.


Der heute übliche Kronkorken weist 21 Zacken auf; ursprünglich waren es 24 Zacken. Ein Grund für die Änderung war eine Reduzierung des Flaschenhalsdurchmessers. Zudem trägt die ungerade Anzahl der Zacken maßgeblich zur prozesssicheren Zuführung der Kronkorken zum Verschließerorgan bei. Kronkorken mit einer geraden Anzahl von Zacken verkanten leichter, da sich so zwei Zacken genau gegenüberliegen. Die Blechtafeln (verzinnte Weißblech- oder Chromblechtafeln nach Euro-Norm EN 10.202) für die Kronkorken können nach beidseitiger, transparenter oder farblicher Lackierung als zusätzlicher Schutz gegen Korrosion und Grundierung für die Druckfarben auch im Offset-Verfahren nach Kundenwünschen bedruckt werden. Dabei druckt die Fabrik in den meisten Fällen auch ihr Signet – das Randzeichen – so mit auf, dass es auf dem Kronkorken seitlich auf den Zacken zu erkennen ist. Zusätzlich können auch farbliche Markierungen für „Sammelaktionen“ in die Innenseite der Kronkorken eingebracht werden. Aus diesen Tafeln werden dann auf speziellen doppeltwirkenden Pressen (mit zwei ineinanderlaufenden Stößeln), die in der Regel die ganze Tafel verarbeiten, die Kronkorken in 21-zackiger Form gestanzt.

In einem zweiten Arbeitsgang wird die Dichtung aus extrudiertem PE-Granulat (mit kreisförmigem Dichtwulst) eingesetzt, um das luft- und druckdichte Verschließen der Flaschen zu ermöglichen. Bis Ende der 1980er-Jahre wurden noch Dichtungen aus Press-Kork sowie bis Ende der 1990er-Jahre Dichtungen aus PVC verwendet.

In Deutschland werden Kronkorken derzeit (Stand 2017) von der Delmenhorster Kork-Fabrik (Randzeichen DKF), der Rauh GmbH & Co. Blechwarenfabrikations-KG in Küps (Randzeichen RRK), der Helmut Brüninghaus GmbH & Co. KG in Versmold (Randzeichen HB) und der Blechwarenfabrik Limburg GmbH (Randzeichen BL) hergestellt. In der Schweiz hat 2007 der letzte Produzent (Ernst AG Verpackungen in Küsnacht) die Kronkorken-Produktion eingestellt.